Der Auftrag

Du hast die Taverne betreten, doch noch bevor du es bis zur Theke schaffst, kommt ein grimmig wirkender Mann in Rüstung auf dich zu. Das Emblem auf seinem Mantel sagt dir nichts. Eine Axt vor einer Hügelkette.

Eigentlich müsstest du es erkennen, aber das Wissen scheint noch im Verborgenen zu liegen. Noch bevor du entschieden hast, ob du Freund oder Feind vor dir stehen hast, spricht er dich an.

„Hallo, Reisender. Ich sehe, du hast gerade die Taverne betreten. Vielleicht magst du dir die Zeit nehmen und eine Weile hierbleiben. Von Aethels Ale und Eintopf kosten, ein Würfelspiel mit Nerex wagen oder dir ein eigenes Zimmer verdienen.“

„Ach, nein, ich sehe es schon: Du bist nicht gekommen, um die Füße hochzulegen. Du suchst nach einem Auftrag.“

„Nun, dann geh nur, sprich kurz mit Aethel, die dich mit dem Nötigsten versorgen wird, und dann komm zurück zu mir.“

Du wendest dich ab, verwirrt von seiner Ansprache. Nicht einmal vorgestellt hat er sich.

Aber da deine Kehle trocken ist, wendest du dich Richtung Theke, wo bereits Aethel auf dich wartet.

„Was darf’s sein, Fremder? Ein schnelles Ale oder lieber direkt den Reisesack?“

Sie grinst, ein kleiner Würfel baumelt an ihrem Ohr.

Aethel holt einen Krug hervor, das Ale zischt wohlig, als es darin landet. Sie schiebt den Krug zu dir herüber.

„Du hast mit Erafil gesprochen? Seit Tagen geht er mir hier auf den Geist, weil er irgendwen sucht, der ihm bei einem Auftrag hilft.“

„Ja, so ist er. Aber es wundert mich nicht, dass er dich angesprochen hat. Du siehst aus, als wärest du auf der Suche nach einem Abenteuer.“

„Das kann ich dir nicht sagen. Aber er hat mich angewiesen, Menschen wie dir ein paar Worte und einen Reisesack mitzugeben.“

Aethel zieht einen schweren Sack hinter der Theke hervor.

„Erafil, der Hauptmann, mit dem du gerade gesprochen hast, sucht abenteuerlustige Reisende. Er hat mich beauftragt, einen Sack bereitzuhalten.“

Aethel zieht einen Sack hinter der Theke hervor.

„Ein paar Sachen musst du dazu noch wissen.“

Du schluckst, weißt nicht genau, was schwerer wiegt: Aufregung oder Neugier. Aber du zeigst nichts davon, sondern nickst.

„Im Reisesack befinden sich einige Gegenstände, die du auf deiner Reise brauchen kannst.“ Sie betrachtet dich eingehend. „Nicht zuletzt ein ordentlicher Mantel, ein Paar Stiefel und eine Rüstung.“

„Außerdem findet sich der Nidarener Führer darin sowie eine Karte. Erafil hat darauf bestanden, dass auch eine detailliertere Karte von Grennland dabei sein muss. Oh, und Nerex hat etwas für dich hineingelegt. Ich weiß nicht, was.“

Aethel zieht die Schultern hoch.

„Wenn du ihn noch nicht kennst, wirst du ihn kennenlernen. Auch wenn ich dir raten würde, ihm aus dem Weg zu gehen, wenn du kannst.“

Sie schiebt den Sack zu dir.

„Erafil hat um ein paar Auskünfte gebeten. Hauptmänner. Wollen viel zu viel wissen. Du findest seine Fragen, wie alles andere auch, im Sack. Bereit?“

Manchmal ist es wichtig, eine Erinnerung daran zu haben, was man erlebt hat, wo man gewesen ist und was man entdeckt hat.
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