leben in Brynfurt
Der Tag im Dorf
Sprich mit den Bewohnern Brynfurts.
Deine Ausrüstung
Einige Gegenstände trägst du bereits am Körper. Der Rest befindet sich in deinem Reiserucksack.
Getragen
Im Reisesack
Dein Reiserucksack ist leer.
Zimmermann Raenar
„Ein Reisender.“ Die Augen des Mannes sind sehr klein und er scheint auf der Bank, auf der er sitzt, leicht zu schwanken.
Dann streckt er die Beine aus, überkreuzt die Füße und seufzt.
„Brynfurt scheint ja neuerdings wieder ein begehrter Ort in Grennland zu sein.“
Zimmermann Raenar
„Menschen. Sie kommen und gehen. Meistens sind es Soldaten des Grafen oder des Königs, die unsere Jungen mitnehmen wollen. Gehört Ihr dazu?“
Zimmermann Raenar
„Mhm. Wenigstens etwas.“
Zimmermann Raenar
„Und eben noch behauptet, kein Soldat zu sein.“
Er scheint mehr mit sich selbst zu reden. Plötzlich zieht er ein Stück Holz aus der Tasche. Bei näherem Hinsehen entdeckst du, dass es eine Flöte ist.
Zimmermann Raenar
„Keineswegs. Aber ich habe es gefertigt. Ein Auftrag. Wurde aber nie abgeholt. Also dann, Soldat. Tu deine Pflicht. Was ist es diesmal, wenn nicht ein neuer Krieg?“
Zimmermann Raenar
„Ach, was genau sind schon Räuber. Aber nein, ich weiß nichts darüber. Vielleicht sprecht Ihr mit Birgit.“
Du überlegst, ob du nachhaken sollst, aber dem Mann fallen die Augen zu. Also murmelst du nur noch:
„Danke, das werde ich tun.“
Bauer Stephen
„Guten Morgen.“
Der Bauer wirft einen Blick in den Himmel.
„Ein guter Tag für die Feldarbeit. Du kannst helfen, wenn du möchtest.“
Du stammelst verlegen:
„Ich würde gern, aber ich habe einen Auftrag.“
„Ach richtig. Nun, dann geh und erledige ihn.“
Du räusperst dich.
Bauer Stephen
„Aber?“
„Ihr lasst mich kaum zu Wort kommen. Könnt Ihr mir vielleicht etwas über Räuber in dieser Gegend erzählen?“
Der Bauer schüttelt den Kopf.
„Kein Wunder, dass du deinen Auftrag nicht erledigst, wenn du lieber Geschichten über Räuber hörst. Es gibt sie hier wie überall in den Wäldern. Nichts Besonderes daran. Und nun geh, ich denke, du hast zu tun.“
Bauer Stephen
„Immer diese jungen Leute. Ich wünsche dir noch einen guten Tag und halte dich nicht zu lange mit Geschichten über Räuber auf.“
Der Bauer geht.
Nachdenklich schaust du ihm hinterher.
Birgit
„Grüß Euch, Reisender.“
Birgit setzt die zwei bis oben hin mit Wasser gefüllten Eimer ab und lächelt dich an.
„Grüß Euch, meine Dame. Darf ich Euch helfen?“
Du zeigst auf die Eimer.
„Nur zu.“
Birgit
Du folgst ihr um die nächste Ecke bis zum Haus der Dorfältesten. Dort stellst du die Eimer ab.
„Danke sehr. Das war sehr nett von Euch. Passiert nicht jeden Tag, dass ein junger Mensch einer alten Frau hilft.“
„So alt seid Ihr nun auch wieder nicht.“
„Kommt immer darauf an, wie man darauf blickt. Kann ich etwas für Euch tun?“
Birgit
Sie seufzt leise.
„Nein. Nein, das kann ich nicht. Aber ich kann Euch sagen, dass Ihr im Wald danach suchen solltet.“
„Aber es muss doch noch mehr geben.“
Ihr Mund wird schmal.
„Habt Ihr eine Karte?“
Du ziehst die Karte aus der Tasche und reichst sie ihr.
„Hier, Erafil hat es sowieso markiert. Geht dorthin.“
Findarel
„Hey du, wo kommst du her?“
Du bleibst stehen und lächelst den Jungen an, der dich angesprochen hat.
„Aus Grenndland.“
„Oh, da bist du aber weit gereist. Ich hab gehört, der Hauptmann hat dich geschickt.“
Findarel
„Naja, es ist ein kleines Dorf. Und es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Fremder kommt.“
„Nein? Wer kommt denn so?“
„Meistens der Händler. Der kommt vielleicht alle vier Monde. Das ist immer schön, der hat süße Sachen mit dabei.“
Findarel
„In letzter Zeit waren einige Soldaten der Landwacht da. Die sollen auch wiederkommen.“
Findarel
„Ja, die Landwacht hat uns lange in Ruhe gelassen, aber jetzt tauchen sie immer wieder auf. Meist verschwinden sie im Wald. Aber die letzten zwei sind den Bryn entlang geritten. Wohin, weiß ich nicht.“
Findarel
„Oh, und dann war das Silberblatt da.“
„Das Silberblatt?“
„Das ist ein seltsamer Mann, mit einem braunen Mantel, auf dem auf beiden Schultern ein silbernes Blatt gestickt ist. Mehr sieht man von ihm nicht, er trägt immer eine Kapuze tief im Gesicht.“
„Und wann war er das letzte Mal da?“
„Vor einer Woche? Ich bin mir nicht mehr sicher. Aber jetzt muss ich los. Sonst sucht Mutter nach mir.“
Du willst noch etwas erwidern, aber er ist schon fort.
Larena
„Ah, der Reisende.“
„Guten Tag. Mit wem habe ich die Ehre?“
„Larena, heiße ich. Aber ob das eine Ehre ist, weiß ich nicht. Ich bin die Frau des Müllers.“
Larena
„Es ist ja nicht so, als würde Euch gerade die Grafentochter gegenüberstehen.“
„Kommt es darauf an, als was man geboren ist?“
„Ihr seid merkwürdig. Natürlich ist das wichtig.“
„Nun, ich gehöre zu keinem Adelsgeschlecht.“
Du lächelst.
„Ist das jetzt ein Grund, nicht mehr mit mir zu reden?“
„Aber nein.“
Sie zögert.
Larena
„Ach nichts.“
Sie wird rot.
„Ich hörte, Ihr sucht etwas bei uns. Kann ich Euch vielleicht weiterhelfen?“
„Nun, wenn Ihr etwas über Räuber in der Gegend wisst, gewiss.“
„Räuber? Ihr seid von der Landwacht?“
Larena
„Ach nichts. Hätte ich nur nicht gedacht. Aber ich kann Euch nicht weiterhelfen. Ich weiß nichts.“
„Hm, danke sehr dennoch.“
Sie nuschelt etwas Unverständliches und verschwindet.
Aufbruch
Plötzlich stehst du allein in Brynfurt. Und es bleibt ein beklemmendes Gefühl, dass du nicht so recht erwünscht bist.
Aber nachdem einige gesagt haben, dass die Räuber im Wald zu finden seien, packst du die Karte aus und machst dich auf den Weg in Richtung der Markierung, die Erafil dort gesetzt hat.
Village Sounds by Zapsplat
Cello by Eva von Kalm
Manchmal ist es wichtig, eine Erinnerung daran zu haben, was man erlebt hat, wo man gewesen ist und was man entdeckt hat.
Hier findest du dein Reisetagebuch.
Möge es dir dabei helfen, den Überblick zu behalten und die Orte wiederzufinden, an die du gereist bist.
