Abendessen in Brynfurt

„Hier, es gibt noch Eintopf. Ist von gestern, aber schmeckt umso besser.“

Sie schiebt dir einen Topf über den Tisch und stellt ein dünnes Ale daneben.

„Mein Name ist Kat. Birgit, meine Tochter, wird sicher gleich heimkehren und ist länger wach als ich. Wenn du noch etwas brauchst, wende dich an sie.“

„Gern.“

Du siehst sie an und überlegst, ob du die nächste Frage stellen sollst. Kat scheint aufbrechen zu wollen. Zögerlich sagst du:

Wissen ist nicht alles

„Ach, nein, ich denke, das möchte ich nicht wissen. Entweder du wirst bleiben, dann gehörst du wohl zu den Unruhestiftern. Oder du reist weiter. Im ersten Fall möchte ich deinen Namen nicht wissen und auch nicht dein Ziel, sondern wünsche mir, dass du weiter ziehst. Und wenn du nur auf der Durchreise bist, ist das auch ohne Wissen in Ordnung. Wissen ist nicht alles, weißt du?“

Sie steht auf und geht.

Nachdenklich schaust du ihr hinterher.

Nachdem du aufgegessen hast, legst du dich auf den angewiesenen Schlafplatz und bist noch vor dem Eintreffen der Tochter eingeschlafen.

Die Alte bringt dich zu einem großzügigen Haus und klopft.

„Stephen, ein Reisender für dich. Er benötigt etwas zu essen und ein Bett für die Nacht.“

„Ich kann auch zahlen“, wirfst du freundlich ein.

Stephen, ein Mann mittleren Alters, die Haut leicht ledrig, nickt und grinst.

„Münzen sind willkommen. Es sei denn, du kennst einige Lieder. Bist du zufällig ein Spielmann?“

„Leider nein“, entgegnest du. „Ich bin ein Reisender. Und besser du hörst mich nicht singen.“

„Nun, es wird schon nicht so schlimm sein.“

„Brot und Käse. Vielleicht nicht das Edelste, aber satt machen sollte es dich. Was treibt dich in unser Dorf?“

„Ein Auftrag. Erafil, Hauptmann der Landwacht schickt mich.“

Das Gesicht des Bauern verfinstert sich einen Moment.

„Die Landwacht. Nun, du bist nicht der einzige, der kommen soll.“

„Ich gehöre nicht zur Landwacht, ich bin angeworben worden.“

Der Bauer winkt ab.

„Wie so viele gute, junge Menschen. Aber was rede ich. Iss dein Brot und heute Abend brauchst du nichts mehr tun. Erafil ist nicht hier und auch sonst noch keiner. Schlaf dich aus.“

Damit steht er auf.

„Wenn du noch etwas brauchst, ruf mich.“

Du siehst ihm hinterher. Die Landwacht scheint nicht gerade beliebt. Sollte sie nicht die Menschen des Dorfes schützen?

Du isst auf und legst dich auf den dir gewiesenen Platz.

Manchmal ist es wichtig, eine Erinnerung daran zu haben, was man erlebt hat, wo man gewesen ist und was man entdeckt hat.
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