Wo Dämonen flüstern
Düster, magisch und in einer spannenden Welt – Lythraia hat mich gepackt und ich will wissen, wie es weitergeht
Mahir und Velthar erschufen die Menschen. Doch während Mahir mit der gemeinsamen Schöpfung zufrieden war, beharrte Velthar auf Veränderung.
Was für ein zweiter Teil!
„Wo Dämonen flüstern – Die letzte der Magi Band 2“ hat mich nicht nur genauso gepackt, wie Band 1, nein, es hat die Figuren so richtig in mein Herz geholt.
Als ich zum ersten Mal Lythraia begegnet bin, noch bevor ich Band 1 gelesen hatte, hat mich die Idee der Welt gefesselt. Zwei Götterbrüder, die miteinander im Zwist stehen. Eine Welt, die dadurch geformt wird.
Und so geht es mir auch jetzt, nach Band 2 immer noch.
Die Welterschaffung ist tiefgreifend und wird ganz wunderbar in die Geschichte verwoben, in Teil 2 lösten sich auch einige Fragen, die mir nach Teil 1 geblieben waren.

Die Welt ist schön und grausam, voller Freunde und Familie und gleichzeitig auch kompromisslos und mit vielen Feinden.
Ardis, die mir schon im ersten Teil so sehr ans Herz gewachsen war, entwickelt sich ordentlich weiter. Ich wage zu behaupten, ich kenne und verstehe sie und kann mir vorstellen, wie es in ihr drin aussieht. Die Freiheit ruft sie, das Wissen, die Neugier und gleichzeitig hat sie auch ein großes Verantwortungsgefühl und kann nicht alles stehen lassen, nur um ihren eigenen Wünschen zu folgen.
Garvan wird erwachsener. Man merkt ihm an, dass er vieles erlebt hat, wie schwer die Verantwortung auf ihm lastet. Und auch, wie viel Unterstützung er durch die Frauen um ihn herum erfährt. Allerdings muss ich sagen, dass er mir auch ganz schön leid tut, weil ziemlich viel über seinen Kopf hinweg entschieden wird.
Das wunderbare an Band 2? Es bleibt eben nicht nur bei diesen beiden. Da sind Garvans Cousine Nirina, dann die Gräfin von Tadoir und ihre Freundin, die zwar alle im ersten Teil schon vorkamen, aber jetzt richtig lebendig werden.
Aber vor allem ist da auch Catysh, der Dämonenfürst. Der nicht mehr einfach nur irgendein Dämon ist, sondern komplex und mir ebenso nahestehend wir Ardis. Ich freue mich schon so sehr darauf, wenn seine Geschichte in Band 3 weitergeht.
Wenn mich Welten richtig gepackt haben, lese ich gerne drum herum. Einzelne Happen hier und da zu der Welt, zu den Charakteren. Und jetzt bin ich genau da angekommen: Gib mir doch noch mehr, liebe Julia! Ich will noch so viel wissen.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass nur noch ein Band kommen soll, und dann die Geschichte fertig sein soll. Aber ich geb die Hoffnung nicht auf, bestimmt gibt es noch mehr Geschichten in Lythraia, und bis dahin bettel ich einfach ganz direkt.
Danke nochmal für die Sinual Geschichten!
Bei Band 1 hatten mich ansonsten ja doch gelegentlich die Sprünge etwas gestört, ich darf erfreut verkünden, dass sich dieses Problem in Luft aufgelöst hat.
Und was das Sprachliche anbelangt, bleibe ich bei meiner Aussage zu Band 1:
Was mir vor allem gefallen hat, ist die sprachliche Breite, mit der Julia schreibt. Wörter zu nutzen, die mir nicht einmal in den Sinn gekommen wären, die aber perfekt passen. Beschreibungen, die sich in mich hinein brennen und mich mitreißen. Eine ausgeprägte Fantasie, eine innere Weltlogik, die passend ist.
Also, wer das Buch noch nicht gelesen hat, der sollte sich jetzt sofort darum kümmern, diesen Missstand auszuräumen!
Der Krieg ist vorbei. Doch die Welt findet keinen Frieden. Die Arcomagi haben Verrodars Pforten aufgebrochen und Dämonen überschwemmen die Welt.
Ardis hat sich die schwarze Robe erkämpft, aber frei ist sie nicht. Während alle Magi an den Hochturm beordert werden, um die dämonische Flut aufzuhalten, zerfleischt sich der Rat im Machtkampf um die Führung. Und Tharul wird Ardis‘ Verrat nicht verzeihen.
Vasrar war siegreich und Garvan hat sein Land zurückerobert. Als die Dämonen Tadoir überrennen, schart er am Taven Verbündete und Vertriebene um sich. Doch die Vorräte schwinden und mit ihnen die Hoffnung, den nahen Winter zu überstehen.
Das letzte Spiel um Lythraia ist in vollem Gange. Nur vereint können Ardis und Garvan ihre Liebsten schützen. Und in Lythraia hat alles seinen Preis.
Atmosphärische Dark Fantasy für Erwachsene: Intrigen. Dämonenpakte. Gnadenlos und bittersüß.
Was im Schwarz gedeiht
„Ich leide mit den Priestern Mahirs. Schweigen, die schlimmste Form der göttlichen Kommunikation. Garvan bewundere ich für seinen unerschütterlichen Willen, weiterzumachen. Ich sende ihm das Licht Esilias, auf dass er nicht wanken möge. Und zu Ardis? Ich bin mir nicht immer sicher, ob es gut ist, keine Frauen zu Wächtern auszubilden. Aber dieser Wille zu Wissen und Macht ist unheimlich und sollte gedämpft, nicht gefördert werden.“
Was im Schwarz gedeiht
„Ah, die Kinder. Sie tragen den gleichen Namen – Dämonen – und sind doch so anders als Krasos. Ihre Magieebenen faszinieren mich. Zu gern würde ich meine Finger ins Gewebe tauchen, manipulieren, verändern. Überhaupt gefällt mir die Düsternis in dem Buch. Ich sage nur: Ranken! Und alles kostet, wie es bei Magie nunmal ist. Nur eines verstehe ich nicht: Wo sind die Spiele?“
Über die Autorin
Julia Verhoeven ist Dark Fantasy Autorin und Rollenspielerin. Gemeinsam mit ihrer Familie und zwei Katzen lebt sie im Umland von Wien.
Als Kind verschlang sie alle, was ihr an Büchern zwischen die Finger kam und die Fantasy ließ ihr Herz höher schlafen. Fasziniert von fremden Welten wurden Bücher zu treuen Begleitern.
Als dann das Pen and Paper Spielen begann folgte auch das eigene Schreiben. Begonnen mit den Rollen, in denen man fantastische Welten erleben konnte, haben sich die Figuren in ihr Herz geschlichen. Sie zum lachen, leben und leiden gebracht.
Und obwohl dazwischen eine Alttagslebenpause stand, kam Julia zurück zum Schreiben, blieb in Lythraia hängen und ist nun feste Chronistin – die Hüterin – ihrer eigenen Welt.
Instagram: @lythraias_stimme
Weil es mir Spaß macht und mich inspiriert hat, habe ich übrigens ein Lied zu Band 2 geschrieben:
Hier ist der Text.
Demnächst werde ich auch das Lied gesungen einspielen.
Das Schwarz, es gibt dir Freiheit
Und doch bist du nicht frei.
Verlust ertränkt dein Herz,
Auch deshalb bist du nicht frei.
Ein Kind, das du gerettet hast,
Es weiß von all dem nichts.
Von der Bedrohung,
Von dem Bund,
Von Fürsten und Magie.
Schwarz, grau, im Nebel verschwunden,
Abgeschottet von der Welt,
Bricht es auf,
Vernarbt die Wunden,
Keiner mehr der sie aufhält.
Da ist ein See, mit tiefer Schönheit.
Ein Zauber, der darauf liegt.
Komm nicht zu nah,
Denn du verlierst,
Den Blick und den Verstand.
Verrat, ein Pakt, ein weiterer Zug.
Ein jeder handelt, bevor er spricht.
Ein jeder glaubt,
Es ist an ihm,
Die Welt zu retten und sich selbst.
Da ist die Stadt, vollkommen gefangen,
Und Felder, hart umkämpft.
Es saugt das Blut,
Es nimmt dir Kraft,
Und die Sicherheit, die daran hängt.
Dunkle Ranken, Blut am Dolch
Der Preis ist hoch, bezahlst du ihn
Versiegelt ist,
Was offen lag,
Und fort sind die, deren Zwist erschuf.
Da ist ein Halt so voller Wärme,
Ein Raum, in dem sie so gerne blieb.
Doch viel zu klein,
Um so viel zu sein,
Da draußen wartet zu viel Arbeit auf sie.
Das Schwarz, es gibt dir Freiheit.
Und doch bist du nicht frei.
Doch endlich entscheidest du selbst,
Und ein winziges bisschen bist du nun frei.
Du atmest tief durch und kehrst zurück zum Buch der Rezensionen. Es sei denn, du gönnst dir lieber einen Stirnheimer Whiskey in Aethels Taverne.
