BuCon 2026
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Ein Jahr seit meiner Rückkehr in die Buchwelt


Der BuchmesseConvent, kurz BuCon, ist eines der Events im Jahr, auf die ich mich wirklich das ganze Jahr freue. Weil es ein Tag voller Begegnungen ist, Wiedersehen mit bekannten Menschen, Kennenlernen neuer Menschen und Ideen. Weil es sich um meine Leidenschaft dreht: Unsere Bücher.

Am 10. Oktober 2026 war es in Dreieich endlich wieder soweit. Ein ganzer Tag mit Fantasy- und Science-Fiction-begeisterten Menschen. Ernsthaft, was könnte denn schöner sein?

Dieses Jahr war ich nicht aufgeregt, sondern voller Vorfreude. Also hab ich morgens vorher noch mit meiner Familie gefrühstückt, gemeinsam mit meinem Sohn ein Bild für den Geburtstag meines Schwiegervaters gebastelt und dann ging es los auf die Autobahn. Saltatio Mortis in voller Lautstärke die A3 runter. Es ist ja zum Glück wirklich eine angenehme Strecke nach Dreieich.
Im Kofferraum meine Rüstung und meine Bücher zum Lesen, drei Lieder im Gepäck, eines davon mein Lesungslied mit den neuen Strophen. Schließlich war zum ersten Mal Lesung aus Band 2 angesagt.

Ankommen beim Verlag der Schatten – meiner Messefamilie



Nach einer guten Fahrt dann die Ankunft beim Verlag der Schatten. Das Wunderbare an einem solchen Tag ist, dass ich dort ein Zuhause habe. Ich fahre von einer Familie los zu meiner anderen Familie. Genau so ist es.
Als Schattendämon habe ich das Messegelände betreten. Neben dem Shadodex-Stand war gleich der Stand vom Marburger Verein für Phantastik. Gleich zwei liebe Thomanten (Thomas Will, Thomas Vaterrodt) zum Reden, besser kann es also gar nicht sein. Dachte ich! Und dann erzählt der Herr des Magazins mir, dass es auf meinen Grimdark-Artikel im MVP-Magazin eine positive Rückmeldung gab. Wie cool ist das denn bitte?

Musik, Freundschaften und Wiedersehen



Mit einigen lieben Menschen hatte ich mich für diesen BuCon verabredet. Darunter auch mit Odine Raven, die ich dort vor einem Jahr kennengelernt habe. Da sie mit zwei Büchern als Herausgeberin beim Verlag der Schatten vertreten ist, war der Stand unsere gemeinsame Homebase und wir haben gemacht, was wir vorher besprochen hatten: Gemeinsam gesungen.
Die Bücherleidenschaft zu teilen ist schon genial, aber auch noch zusammen Musik zu machen?
Das ist in Worten gar nicht auszudrücken. Während wir also viel gemeinsam erzählt haben und immer wieder über den Tag gesungen haben (Was wollen wir trinken, 7 Tage lang… ) hatten wir einfach unendlich viel Spaß dort in unserer kuscheligen Ecke.

Meine BuCon-Lesung 2026: Andrargs Schriften und eine Stunde voller Freude


Noch bevor meine Lesung um 12 dran war, begegnete ich gleich drei weiteren lieben Menschen: Katharina (Fantasy Books and More auf Insta), Elena Tinten und Carolin Hiller. Alle drei sind mit ihrer Begleitung in meine Lesung gekommen und haben so dafür gesorgt, dass ich ein wunderbares Publikum hatte, das sogar noch von ein paar anderen ergänzt wurde.


Es ist ja bei so vielen gleichzeitigen Lesungen nicht selbstverständlich, dass jemand dort im Raum sitzt, schon gar nicht wenn zur selben Zeit noch Bernhard Hennen liest.
Ich habe eine ganze Stunde lesen dürfen und damit viel Zeit gehabt, nicht nur aus meinem Buch zu lesen, von mir und meinem Geschreibsel zu erzählen, sondern auch noch zu singen. Und es hat mir einfach irre viel Spaß gemacht. Aufzutreten ist eine ganz besondere Ehre.
Ja, ich träume von vollen Räumen, aber auch wenn nur ein Mensch dort sitzen würde, wäre es mir eine Herzensfreude.



Dass dann auch noch ein Buch im Anschluss gekauft wird, macht mich verdammt glücklich. Es zeigt mir, dass meine Lesung nicht nur mir selbst Spaß gemacht hat, sondern offenbar auch dazu (ver)führt, mein Buch lesen zu wollen.

Bratwurst und Stille


Ein Tag von 10 bis 20 Uhr am Stand ist lang, manchmal zäh, wenn gerade keiner kommt, manchmal laut und voll und manchmal haben die Ohren genug gehört. Wie gut, dass es Essen und Trinken und die Möglichkeit gibt, einen Moment einfach in Stille dazustehen. Besonders lustig war es hier allerdings auch. Ich steh so am Stehtisch, zerkleinere meine Bratwurst mit der Pommesgabel, weil ich es vercheckt habe, mir richtiges Besteck mitzunehmen, da kriege ich auf einmal ein Messer gereicht. Das Pärchen vom Tisch neben mir grinst mich an, ich grinse zurück.
Ein Moment, in dem ich genau weiß: Menschen sind toll. Und kleine Gesten können eine riesige Welle Wärme auslösen.


Ebenso cool war es, in der Schlange zu stehen und auf einmal eine Stimme von hinter mir zu hören: „Hey, Glückwunsch nochmal zum Vincent-Preis!“
Uff, danke! Ich wusste (leider) nicht einmal, wer das war.

Gespräche, Bücher und spontane Gesangseinlage



Ich durfte gestern beim BuCon mehrfach Bücher signieren, mit anderen Menschen über das lesser evil in meiner Welt diskutieren, mich über Gut und Böse unterhalten, über Weltenbau, über Rollenspiele, über die Entwicklung von Computerspielen und übers Schreiben. Und genauso über Familie, kleine und große Kinder und das Aufwachsen selber in die Welt der Spiele und Bücher hinein, über Haustiere, Bahnfahrten, über Gesundheit und Energie.
Wir haben gelacht, gesungen, uns gegenseitig an unseren Ständen besucht und uns einfach am Leben erfreut. Bei allen Schatten, es wurde sogar einmal mein neues Miniabenteuer auf meiner Website gekauft.
Habe vor lauter Lebensfreude spontan am Stand gesungen und getrommelt (ups, das war wohl ein bisschen laut, zumindest kam hier der freundliche Hinweis der Veranstalter, dass ich besser Bescheid sage, bevor ich so eine Einlage mache).



Mit meiner Verlegerin habe ich Zukunftspläne besprochen und eine von mir ausdrücklich gewünschte Deadline bekommen (Leute, ich bin die nächsten 4 Wochen definitiv im Schreib-Retreat).

Abschied und Heimfahrt

Ja und dann?
Dann war der Con-Tag mit der Luft, die langsam immer weniger wird, den lauten Geräuschen, die in den Ohren rauschen, der Freude übers Bücher verkaufen, Menschen treffen und neue Geschichten erfahren plötzlich vorbei.
Gut, dass man Freunde und Kollegen hat, mit denen man dann ganz in Ruhe im La Perla bei leckerer Pizza den Tag ausklingen lassen kann, bevor man sich ins Auto setzt und mit sehr, sehr müden Augen ein klein wenig wackelig nach Hause fährt. Kalte Luft und laute Musik waren auf der Nachhausefahrt doch mehrfach ein Muss und sogar eine kleine Pause. War dann doch müder als gedacht.



Ein Jahr in der Welt der Phantastik



Als ich vor einem Jahr das erste Mal nach sechs Jahren wieder zum BuCon gefahren bin – meiner ersten Messe nach der Auszeit – war ich ziemlich nervös. Wie würde es sein? Kommt überhaupt jemand zu meiner Lesung? Bin ich mittlerweile eher fehl am Platz?
Ich bin auch nach einem Jahr immer noch gerührt davon, mit welcher Selbstverständlichkeit meine „alten“ Freunde mich in ihren Kreis wieder aufgenommen haben. Wie viele mich begrüßt haben, mich kannten, ganz einfach gesagt haben: hey, du bist wieder da, schreib mit uns, sei mit uns.

Wie passend das Lied ist, das Odine und ich dieses Jahr gesungen haben: Wir trinken zusammen, nicht allein.
Es ist ein: Wir schreiben zusammen, wir lesen zusammen, wir lachen zusammen, wir leben Phantastik zusammen, nicht allein!

In diesem Jahr habe ich mehrere Messen besucht, Lesungen gehalten, den zweiten Band herausgebracht. Meine Website zu einem Spiel umgebaut, zwei Soloabenteuer für besagte Seite geschrieben und am dritten Band Andrargs Schriften gearbeitet.
Ich habe mich beim Schreiben weiterentwickelt, einen Haufen an Ideen produziert, die jetzt auf meinem Rechner darum streiten, für wen ich zuerst Zeit haben soll.

Aber vor allem habe ich in diesem Jahr unfassbar viele Menschen kennengelernt, mit denen ich mich verbunden fühle.
Kreativ (und verrückt) zu sein, ist ein Teil des Kerns von mir. Plötzlich damit gesehen zu werden, angenommen und verbunden zu sein, bringt mich dazu, meiner zwölfjährigen Version etwas sagen zu wollen:
Du musst dich irgendwann nicht verstecken. Du darfst laut sein. Du darfst verrückt sein. Du darfst dein Gehirn wild sein lassen. Und es wird Menschen geben, die das nicht nur tolerieren, akzeptieren oder ertragen, sondern Menschen, die genau diesen Teil an dir lieben.

Das, was ich in diesem Jahr feier, sind neu entstandene Freundschaften, von denen ich nie geglaubt hätte, dass es sie geben kann.

Nein, dieses Jahr war ich nicht nervös. Dieses Jahr wusste ich, dass dort Menschen auf mich warten, die wie ich glücklich damit sind, Phantastik zu leben.


Danke



Danke für einen wundervollen Tag! An alle, die mir begegnet sind und an die, die den BuCon überhaupt möglich machen.
Ich hoffe, dass ich noch viele solcher Tage erleben darf. Auch wenn mir der Con-Kater heute verrät, dass ich nicht jünger werde (ernsthaft, wie kann man sich so fühlen, ohne getrunken zu haben 😉 ).

Und wie geht’s jetzt weiter?




An alle, die in Bonn und Umgebung wohnen (oder gerne etwas weiterfahren):
Meine nächste Lesung ist am 23.10.2026 im Community Space von Dice per second in Bad Honnef (Bahnhofstr. 21c).
Mein nächster Messestand auf dem Bonner Lesezeichen direkt einen Tag später (24.10.2026 in Bonn)

Du möchtest Breanos und Nerex selbst treffen? Dann betritt jetzt Aethels Taverne. Natürlich kannst du auch gerne in anderen Beiträgen stöbern.

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